Peter Mahel

Entlang der Loire

Frankreich, ein Land mit vielen Gesichtern. Raues Klima im Westen, südländisches

Flair an der Côte d`Azur. Und dazwischen?

Die Grande Nation war das Land, das ich in meiner Jugend als erstes bereiste, vor

allem die Mittelmeerküste. Aber das „Dazwischen“ hatte ich mir bis jetzt aufgespart:

Die Gegend entlang der Loire mit ihren zahllosen Schlössern und einzigartigen

Kulturdenkmälern.

Ein guter Entschluss. Die Châteaus sind für jede Altersklasse ohne Schwierigkeiten

zu erkunden. Der sportlich Ambitionierte benutzt das Fahrrad, andere wählen das

Auto und investieren ihre Kondition in die intensiven, nicht wenig Kraft kostenden

Besuche der verschiedenen Schlösser. Letztere Möglichkeit hatten meine Frau und

ich gewählt.

Zwei Wochen Vorbereitung: Auffrischung der geografischen, historischen und

sprachlichen Kenntnisse. Reisedauer 9 Tage.

Um Stress zu vermeiden, was für einen Frankreichaufenthalt unbedingt zu

empfehlen ist, war bezüglich der Anzahl der zu besuchenden Schlösser Flexibilität

angesagt.

Fazit: Ein gelungener Kurztrip, bei dem neben dem Kulturellen auch das „Leben wie

Gott in Frankreich“ seinen Platz fand. Die Wahl der Reisezeit im Monat Mai erwies

sich als vorteilhaft: Keine Ferien in unserem Nachbarland, freie Wahl der

Unterkünfte.

In der Galerie Auszüge der fotografischen Ausbeute.

P. Mahel

im Juni 2018

Heidelberg Zu Beginn meiner fotografischen Arbeit in der Fotogruppe im Jahr 1992 stand für mich zunächst die Multivisionsschau im Mittelpunkt. Die Projektion der hierbei mit der analogen Kamera entstandenen Diapositive erfolgte durch mehrere überblendfähige Projektoren, ein Verfahren, das heutzutage fast ausnahmslos durch Beamerschauen ersetzt wird. In den folgenden Jahren erfolgte eine Hinwendung zum digitalisierten und gedruckten Einzelbild. Außerhalb der themenbezogenen Wettbewerbe gilt mein Interesse hauptsächlich dem Menschen. Momentaufnahmen und Situationsbilder im sozialen Umfeld von Einzelpersonen und Gruppen stehen dabei im Vordergrund. https://www.mahel-fotografie.de

Ayacucho, eine Stadt in den peruanischen Anden. Für denjenigen, der die

Vorgeschichte nicht kennt, ein Ort, wie man ihn oft in diesem Teil des Landes

findet: malerisch gelegen, Plaza Major als Mittelpunkt, viele Kirchen im spanischen

Kolonialstil – eine friedlicher Atmosphäre.

Das war nicht immer so. Bis zum Anfang der 1990er Jahre war Ayacucho die

Hochburg des Leuchtenden Pfads, eine Terrororganisation, die das Land in einen

blutigen Bürgerkrieg stürzte.

Zu dieser Zeit war es unmöglich, auch nur in die Nähe der Andenstadt zu

gelangen. Als meine Frau und ich im Jahre 1992 Freunde und Verwandte

besuchen wollten, gab es weder Busse noch Taxis, die bereit waren, uns an unser

Ziel zu bringen.

Das hat sich zum Glück grundlegend geändert. Heute gibt es gute Flug- und

Busverbindungen. Trotzdem findet man im Vergleich zu den Besuchermagneten

Machu Picchu oder Titicacasee hier (noch) nicht die großen Touristenströme.

Die Landschaft ist einzigartig, mich interessieren jedoch mehr die Menschen in

ihrem sozialen Umfeld. Die Märkte der Stadt sind in dieser Hinsicht ein El Dorado

für den engagierten Fotografen. Hier verbrachte ich mehrere Tage lang viele

Stunden.

Anfangs herrscht Zurückhaltung gegenüber dem Gringo, der nicht so recht ins Bild

passt. In Begleitung meiner peruanischen Frau ist das Eis schneller gebrochen.

Aber die ist zur Zeit in Deutschland, und beim Fotografieren bin ich lieber allein.

Ich habe Zeit, und dies ist hier ein wichtiger Faktor. Gespräche über die Familie

sind bei den Marktfrauen ein guter Einstieg. Während der Unterhaltung wächst

meist das Interesse an dem fernen Alemania. Die Neugier ist geweckt, weitere

Händlerinnen kommen hinzu.

Die ersten gestellten Bilder, ein Lächeln in die Kamera. Danach die Beobachtung

des Markttreibens mit der Kamera. Ab jetzt macht das Fotografieren Spaß.

Begegnungen

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Verwischt

Vor einigen Monaten hatte ich mit viel Zeitaufwand ein Tableau erstellt. Ich hatte Spaß an

der Arbeit und war mit dem Ergebnis zufrieden - ein schönes Gefühl, das jeder kennt, der

sich schon einmal mit einem Bildbearbeitungsprogramm beschäftigt hat.

Wenige Tage später entdeckte ich durch Zufall einen Filter, mit dem ich nach wenigen Klicks

nahezu die gleichen Ergebnisse erzielen konnte. Überraschung, Enttäuschung und etwas

Wut waren die Gefühle, die ich empfand. Aber da war auch die Erinnerung an die Freude

am Entstehungsprozess, und die konnte mir niemand nehmen.

Die untenstehenden Aufnahmen lassen sich sicher auch mit einem Filter erzeugen, ich

weiß es nicht. Ich habe auch keine Lust mich durch die riesige Auswahl dieser Hilfsmittel zu

arbeiten. Die gezeigten Fotos sind "handgemacht". Zum Experimentieren genügen die

Kameraeinstellung "Manuell", eine längere Belichtungszeit und das bewusste Verziehen der

Kamera. Die Freude an dieser Art der Fotografie ist fast schon garantiert.

Hier gehts zur Galerie Hier gehts zur Galerie

Peter Mahel

Entlang der Loire

Frankreich, ein Land mit vielen Gesichtern. Raues Klima im Westen,

südländisches Flair an der Côte d`Azur. Und dazwischen?

Die Grande Nation war das Land, das ich in meiner Jugend als erstes

bereiste, vor allem die Mittelmeerküste. Aber das „Dazwischen“ hatte ich

mir bis jetzt aufgespart: Die Gegend entlang der Loire mit ihren zahllosen

Schlössern und einzigartigen Kulturdenkmälern.

Ein guter Entschluss. Die Châteaus sind für jede Altersklasse ohne

Schwierigkeiten zu erkunden. Der sportlich Ambitionierte benutzt das

Fahrrad, andere wählen das Auto und investieren ihre Kondition in die

intensiven, nicht wenig Kraft kostenden Besuche der verschiedenen

Schlösser. Letztere Möglichkeit hatten meine Frau und ich gewählt.

Zwei Wochen Vorbereitung: Auffrischung der geografischen, historischen

und sprachlichen Kenntnisse. Reisedauer 9 Tage.

Um Stress zu vermeiden, was für einen Frankreichaufenthalt unbedingt

zu empfehlen ist, war bezüglich der Anzahl der zu besuchenden

Schlösser Flexibilität angesagt.

Fazit: Ein gelungener Kurztrip, bei dem neben dem Kulturellen auch das

„Leben wie Gott in Frankreich“ seinen Platz fand. Die Wahl der Reisezeit

im Monat Mai erwies sich als vorteilhaft: Keine Ferien in unserem

Nachbarland, freie Wahl der Unterkünfte.

In der Galerie Auszüge der fotografischen Ausbeute.

P. Mahel

im Juni 2018

Heidelberg Zu Beginn meiner fotografischen Arbeit in der Fotogruppe im Jahr 1992 stand für mich zunächst die Multivisionsschau im Mittelpunkt. Die Projektion der hierbei mit der analogen Kamera entstandenen Diapositive erfolgte durch mehrere überblendfähige Projektoren, ein Verfahren, das heutzutage fast ausnahmslos durch Beamerschauen ersetzt wird. In den folgenden Jahren erfolgte eine Hinwendung zum digitalisierten und gedruckten Einzelbild. Außerhalb der themenbezogenen Wettbewerbe gilt mein Interesse hauptsächlich dem Menschen. Momentaufnahmen und Situationsbilder im sozialen Umfeld von Einzelpersonen und Gruppen stehen dabei im Vordergrund. https://www.mahel-fotografie.de

Begegnungen

Ayacucho, eine Stadt in den peruanischen Anden. Für denjenigen, der die

Vorgeschichte nicht kennt, ein Ort, wie man ihn oft in diesem Teil des Landes findet:

malerisch gelegen, Plaza Major als Mittelpunkt, viele Kirchen im

spanischen Kolonialstil – eine friedlicher Atmosphäre.

Das war nicht immer so. Bis zum Anfang der 1990er Jahre war Ayacucho

die Hochburg des Leuchtenden Pfads, eine Terrororganisation, die das Land in einen

blutigen Bürgerkrieg stürzte.

Zu dieser Zeit war es unmöglich, auch nur in die Nähe der Andenstadt zu gelangen.

Als meine Frau und ich im Jahre 1992 Freunde und Verwandte besuchen wollten,

gab es weder Busse noch Taxis, die bereit waren, uns an unser Ziel zu bringen.

Das hat sich zum Glück grundlegend geändert. Heute gibt es gute Flug- und

Busverbindungen. Trotzdem findet man im Vergleich zu den Besuchermagneten

Machu Picchu oder Titicacasee hier (noch) nicht die großen Touristenströme.

Die Landschaft ist einzigartig, mich interessieren jedoch mehr die Menschen in

ihrem sozialen Umfeld. Die Märkte der Stadt sind in dieser Hinsicht ein El Dorado

für den engagierten Fotografen. Hier verbrachte ich mehrere Tage lang viele Stunden.

Anfangs herrscht Zurückhaltung gegenüber dem Gringo, der nicht so recht ins

Bild passt. In Begleitung meiner peruanischen Frau ist das Eis schneller gebrochen.

Aber die ist zur Zeit in Deutschland, und beim Fotografieren bin ich lieber allein.

Ich habe Zeit, und dies ist hier ein wichtiger Faktor. Gespräche über die Familie

sind bei den Marktfrauen ein guter Einstieg. Während der Unterhaltung

wächst meist das Interesse an dem fernen Alemania. Die Neugier ist geweckt,

weitere Händlerinnen kommen hinzu.

Die ersten gestellten Bilder, ein Lächeln in die Kamera. Danach die Beobachtung

des Markttreibens mit der Kamera. Ab jetzt macht das Fotografieren Spaß.

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Verwischt

Vor einigen Monaten hatte ich mit viel Zeitaufwand ein Tableau erstellt. Ich hatte

Spaß an der Arbeit und war mit dem Ergebnis zufrieden - ein schönes Gefühl, das

jeder kennt, der sich schon einmal mit einem Bildbearbeitungsprogramm

beschäftigt hat.

Wenige Tage später entdeckte ich durch Zufall einen Filter, mit dem ich nach

wenigen Klicks nahezu die gleichen Ergebnisse erzielen konnte. Überraschung,

Enttäuschung und etwas Wut waren die Gefühle, die ich empfand. Aber da war auch

die Erinnerung an die Freude am Entstehungsprozess, und die konnte mir niemand

nehmen.

Die untenstehenden Aufnahmen lassen sich sicher auch mit einem Filter erzeugen,

ich weiß es nicht. Ich habe auch keine Lust mich durch die riesige Auswahl dieser

Hilfsmittel zu arbeiten. Die gezeigten Fotos sind "handgemacht". Zum

Experimentieren genügen die Kameraeinstellung "Manuell", eine längere

Belichtungszeit und das bewusste Verziehen der Kamera. Die Freude an dieser Art

der Fotografie ist fast schon garantiert.

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