Michael Schelken

Was ist Haiku:

Was ist Haiku:

Eigentlich handelt es sich bei Haikus um eine japanische Dichtkunst, die eine sehr

lange Tradition hat.

Ein alter Weiher

Vom Sprung des Frosches

Ein kleiner Laut

(Bashô, japanischer Dichter und Altmeister des Haiku, 1643 – 1694)

Das Gedicht besteht aus drei Zeilen mit einer bestimmten Silbenzahl von 5 - 7 - 5

Silben je Zeile. Wenn das hier im Beispiel nicht passt, liegt es an der Übersetzung ins

Deutsche.

Das Anliegen des Dichters ist es, jedes Wort zu vermeiden, das über die die

Stimmung des erlebten Augenblicks hinausgeht. es soll auf diese Weise eine

geschlossene lyrische Stimmung erzeugt werden.

In der Fotografie nun gibt es unterschiedliche Ansätze dem Begriff Haiku zu

begegnen. Die einen versuchen, die lyrische Qualität eines Gedichts in einem Foto

einzufangen, als Visualisierung der Worte. Andere nähern sich durch die Art und

Weise, wie sie die Welt einfangen. Dabei spielen Begriffe, wie Einfachheit,

Schlichtheit oder Selbstgenügsamkeit eine wichtige Rolle. Es geht nicht darum, die

Welt mit aller Detailgenauigkeit abzubilden. Vielleicht ist es nur ein kleines Detail,

das sich abzeichnet in einem großen unscharfen Bereich. Somit spielt der Fotograf

besonders mit der Tiefenschärfe im Foto.

Paul Klee, deutscher Künstler im frühen 20.Jh, schrieb 1908 in seinem Tagebuch:

„Reduktion!

Man will immer mehr sagen als die Natur

und macht den unnötigen Fehler,

es mit mehr Mitteln sagen zu wollen als sie,

anstatt mit weniger Mitteln.“

Hiermit beschreibt er vortrefflich, obwohl für seine eigene Sichtweise der Bilder

formuliert, wie auch Haiku-Fotografie zu sehen ist. Die Schönheit eines Haiku-Fotos

entsteht durch Zurückhaltung.

Widdern Mein Zugang zur Fotografie entwickelte sich aus der Affinität zur Kunst und meinem eigenen künstlerischen Schaffen. Fotografie wurde für mich eine weitere Ausdrucksform neben der Malerei. Mein Hauptanliegen ist nicht das Ablichten von Realität, sondern das Gestalten der Fotos mit Kamera und PC. https://fotoblog.schelken.org/

Ein kurzer geschichtlicher Abriss:

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelang es zum ersten Mal die Realität mit Hilfe

einer einfachen Kamera festzuhalten. Bildträger waren anfangs Zinn oder

Kupferplatten, die mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogen waren und

belichtet wurden. So entstanden die ersten Fotografien in Grautönen als Abbilder

der sichtbaren Welt.

Die Bildqualität verbesserte sich mit der Zeit immer mehr und es entsteht wegen

der Genauigkeit und dem Detailreichtum starke Konkurrenz zur Malerei. Dies

geschah im Bewusstsein der Maler, es nicht mit der detailgenauen Fotografie

aufnehmen zu können. Die Impressionisten im 19. Jahrhundert waren die ersten,

die ihren Malstil radikal änderten und nun vordringlich mit Farbe ihre Eindrücke

der Welt ausdrückten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde von der Firma Kodak die Farbfotografie

entwickelt. Allerdings wurde sie erst in den 70er Jahren von der fotografischen

Kunstszene als neue Kunstform akzeptiert. Bis dahin war die

Schwarzweißfotografie das dominierende fotografische Ausdrucksmittel.

Heutzutage, in der digitalen Welt der Fotografie, hat sich die Fotografie kolossal

verändert. Es entstehen in der Kamera mit Hilfe lichtempfindlicher Sensoren

farbige Bilddateien, die auf Speicherkarten festgehalten werden. Diese Dateien

lassen sich von Jedermann mit Hilfe von Computerprogrammen bearbeiten.

Gerne werden wieder aus den farbigen Aufnahmen digital veränderte Bilder in

Schwarz-Weiß erzeugt. Der Reiz liegt in der grafischen Wirkung der Fotografien,

die durch unterschiedliche Grauabstufungen und Kontraste ihre besondere

Wirkung erzielen und zu überraschenden und spannenden Bildern führt.

Hier jetzt meine kleine Auswahl an Schwarzweißaufnahmen

Schwarzweißfotografie – Grauwerte anstelle von Farbe

Hier gehts zur Galerie Hier gehts zur Galerie Hier gehts zur Galerie Hier gehts zur Galerie

Meine Heimat

Michael Schelken

Widdern Mein Zugang zur Fotografie entwickelte sich aus der Affinität zur Kunst und meinem eigenen künstlerischen Schaffen. Fotografie wurde für mich eine weitere Ausdrucksform neben der Malerei. Mein Hauptanliegen ist nicht das Ablichten von Realität, sondern das Gestalten der Fotos mit Kamera und PC. https://fotoblog.schelken.org/

Schwarzweißfotografie – Grauwerte anstelle von Farbe

Ein kurzer geschichtlicher Abriss:

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelang es zum ersten Mal die Realität mit

Hilfe einer einfachen Kamera festzuhalten. Bildträger waren anfangs Zinn oder

Kupferplatten,

die mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogen waren und belichtet wurden.

So entstanden die ersten Fotografien in Grautönen als Abbilder der sichtbaren Welt.

Die Bildqualität verbesserte sich mit der Zeit immer mehr und es entsteht wegen

der Genauigkeit und dem Detailreichtum starke Konkurrenz zur Malerei.

Dies geschah im Bewusstsein der Maler, es nicht mit der detailgenauen Fotografie

aufnehmen zu können. Die Impressionisten im 19. Jahrhundert waren die ersten,

die ihren Malstil radikal änderten und nun vordringlich mit Farbe ihre Eindrücke

der Welt ausdrückten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde von der Firma Kodak die Farbfotografie

entwickelt. Allerdings wurde sie erst in den 70er Jahren von der fotografischen

Kunstszene als neue Kunstform akzeptiert. Bis dahin war die

Schwarzweißfotografie das dominierende fotografische Ausdrucksmittel.

Heutzutage, in der digitalen Welt der Fotografie, hat sich die Fotografie kolossal

verändert. Es entstehen in der Kamera mit Hilfe lichtempfindlicher Sensoren

farbige Bilddateien, die auf Speicherkarten festgehalten werden.

Diese Dateien lassen sich von Jedermann mit Hilfe von Computerprogrammen

bearbeiten.

Gerne werden wieder aus den farbigen Aufnahmen digital veränderte

Bilder in Schwarz-Weiß erzeugt. Der Reiz liegt in der grafischen

Wirkung der Fotografien, die durch unterschiedliche Grauabstufungen

und Kontraste ihre besondere Wirkung erzielen und zu überraschenden und

spannenden Bildern führt.

Hier jetzt meine kleine Auswahl an Schwarzweißaufnahmen

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Was ist Haiku:

Was ist Haiku:

Eigentlich handelt es sich bei Haikus um eine japanische Dichtkunst,

die eine sehr lange Tradition hat.

Ein alter Weiher

Vom Sprung des Frosches

Ein kleiner Laut

(Bashô, japanischer Dichter und Altmeister des Haiku, 1643 – 1694)

Das Gedicht besteht aus drei Zeilen mit einer bestimmten Silbenzahl

von 5 - 7 - 5 Silben je Zeile. Wenn das hier im Beispiel nicht passt, liegt es an der

Übersetzung ins Deutsche.

Das Anliegen des Dichters ist es, jedes Wort zu vermeiden, das über

die die Stimmung des erlebten Augenblicks hinausgeht. es soll auf diese

Weise eine geschlossene lyrische Stimmung erzeugt werden.

In der Fotografie nun gibt es unterschiedliche Ansätze dem Begriff Haiku

zu begegnen. Die einen versuchen, die lyrische Qualität eines Gedichts in

einem Foto einzufangen, als Visualisierung der Worte. Andere nähern sich

durch die Art und Weise, wie sie die Welt einfangen. Dabei spielen Begriffe,

wie Einfachheit, Schlichtheit oder Selbstgenügsamkeit eine wichtige Rolle.

Es geht nicht darum, die Welt mit aller Detailgenauigkeit abzubilden.

Vielleicht ist es nur ein kleines Detail, das sich abzeichnet in einem

großen unscharfen Bereich. Somit spielt der Fotograf besonders mit

der Tiefenschärfe im Foto.

Paul Klee, deutscher Künstler im frühen 20.Jh, schrieb 1908 in seinem Tagebuch:

„Reduktion!

Man will immer mehr sagen als die Natur

und macht den unnötigen Fehler,

es mit mehr Mitteln sagen zu wollen als sie,

anstatt mit weniger Mitteln.“

Hiermit beschreibt er vortrefflich, obwohl für seine eigene Sichtweise

der Bilder formuliert, wie auch Haiku-Fotografie zu sehen ist.

Die Schönheit eines Haiku-Fotos entsteht durch Zurückhaltung.

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