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Peters Seite
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Peter Mahel aus Heidelberg

Begegnungen

Ayacucho, eine Stadt in den peruanischen Anden. Für denjenigen, der die Vorgeschichte nicht kennt, ein Ort, wie man ihn oft in diesem Teil des Landes findet: malerisch gelegen, Plaza Major als Mittelpunkt, viele Kirchen im spanischen Kolonialstil – eine friedlicher Atmosphäre.

Das war nicht immer so. Bis zum Anfang der 1990er Jahre war Ayacucho die Hochburg des Leuchtenden Pfads, eine Terrororganisation, die das Land in einen blutigen Bürgerkrieg stürzte.

Zu dieser Zeit war es unmöglich, auch nur in die Nähe der Andenstadt zu gelangen. Als meine Frau und ich im Jahre 1992  Freunde und Verwandte besuchen wollten, gab es weder Busse noch Taxis, die bereit waren, uns an unser Ziel zu bringen.

Das hat sich zum Glück grundlegend geändert. Heute gibt es gute Flug- und Busverbindungen. Trotzdem findet man im Vergleich zu den Besuchermagneten  Machu Picchu oder Titicacasee hier (noch) nicht die großen Touristenströme.

Die Landschaft ist einzigartig, mich interessieren jedoch mehr die Menschen in ihrem sozialen Umfeld. Die Märkte der Stadt sind in dieser Hinsicht ein El Dorado für den engagierten Fotografen. Hier verbrachte ich mehrere Tage lang viele Stunden.

Anfangs herrscht Zurückhaltung gegenüber dem Gringo, der nicht so recht ins Bild passt. In Begleitung meiner peruanischen Frau ist das Eis schneller gebrochen. Aber die ist zur Zeit in Deutschland, und beim Fotografieren bin ich lieber allein.

Ich habe Zeit, und dies ist hier ein wichtiger Faktor. Gespräche über die Familie sind bei den Marktfrauen ein guter Einstieg. Während der Unterhaltung  wächst meist das Interesse an dem fernen Alemania. Die Neugier ist geweckt, weitere Händlerinnen kommen hinzu.

Die ersten gestellten Bilder, ein Lächeln in die Kamera. Danach die Beobachtung des Markttreibens mit der Kamera. Ab jetzt macht das Fotografieren Spaß.
 

 

India schläft 5b 4x3 kl Rand
Orangenfrau 8 blau 2, 4x3 kl Rand
Rucksackfrau 6c, 4x3, kl Rand
Frau isst II, 7 3x4 klein Rand
Traubenfrau II, 3, 4x3, kl Rand
Indianerin Markt I 4x3, 3 - Kopie
Junge 4, 4x3 kl Rand 2
Weißfrau Ecke o Rand 3, 4x4

Entlang der Loire

Frankreich, ein Land mit vielen Gesichtern. Raues Klima im Westen, südländisches Flair an der Côte d`Azur. Und dazwischen?

Die Grande Nation war das Land, das ich in meiner Jugend als erstes bereiste, vor allem die Mittelmeerküste. Aber das „Dazwischen“ hatte ich mir bis jetzt aufgespart: Die Gegend entlang der Loire mit ihren zahllosen Schlössern und einzigartigen Kulturdenkmälern.

Ein guter Entschluss. Die Châteaus sind für jede Altersklasse ohne Schwierigkeiten zu erkunden. Der sportlich Ambitionierte benutzt das Fahrrad, andere wählen das Auto und investieren ihre Kondition in die intensiven, nicht wenig Kraft kostenden Besuche der verschiedenen Schlösser. Letztere Möglichkeit hatten meine Frau und ich gewählt.

Zwei Wochen Vorbereitung: Auffrischung der geografischen, historischen und sprachlichen Kenntnisse. Reisedauer 9 Tage.
Um Stress zu vermeiden, was für einen Frankreichaufenthalt unbedingt zu empfehlen ist, war bezüglich der Anzahl der zu besuchenden Schlösser Flexibilität angesagt.

Fazit: Ein gelungener Kurztrip, bei dem neben dem Kulturellen auch das „Leben wie Gott in Frankreich“ seinen Platz fand. Die Wahl der Reisezeit im Monat Mai erwies sich als vorteilhaft: Keine Ferien in unserem Nachbarland, freie Wahl der Unterkünfte.

Untenstehend Auszüge der fotografischen Ausbeute.

P. Mahel
im Juni 2018

 

 

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